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Abstrakte Kompositionen
- aus einer Rede über die Arbeiten von geza Spiegel:
Mitten aus einem Geflecht von Linien, feinen und gröberen geometrischen Körpern, Schattierungen, Verdichtungen und Farbflächen wachsen Strukturen, in denen das nicht Identifizierbare das Identifizierbare weit hinter sich zurück lässt.
Ein Erfindertypus wie Spiegel hat offenbar eine elementare Freude an der seriellen Konstruktion von Einfällen. Das Entdecken von Strukturen in Chaos und Chiffren beginnt. Realität, Traum und psychische Erfahrung werden zu einem harmonischen Ganzen verwoben - alles geht ineinander über.
Überraschendes, Verspieltes und Verblüffendes ergeben sich, unaufhörliche Vexierbilder entstehen. Doch Spiegel überlässt nichts dem Zufall, seine Arbeiten sind keine wilden Assoziationsketten, sondern architektonisch gegliedert auf geometrisch streng geordneten Flächen.
Seine Bilder mit ihrem Beziehungs- und Spannungsspiel erzählen nicht von äußeren, objektiven Gegebenheiten, sondern von ihrer Wirkung auf Seelenzustände und bewahren sich damit ihr poetisches Geheimnis.