"Vibrierende Farbfächer", "die Farben des Lebens", "die Himmel und Höllen der Welt", "viele Grüße vom Kiez", "Salz im Bohnenviertel", "eine New Yorker Love-Story in Öl", "Dynamik in Großformaten", "Sympathie mit der Kreatur" - so und ähnlich lauten die Überschriften in der Presse, wenn eine Ausstellung mit Ölbildern von Jürgen Leippert besprochen wird.
Leippert schafft aus der Emotion - kontrastreich und mit kräftigem Pinselduktus. Das Ergebnis geht über persönliches Empfinden hinaus - jedes Bild eine eigene, subtil durchkomponierte Farbwelt in figürlich-realistischem Rahmen, in der etwas von dem sichtbar wird, was sonst unsichtbar bleibt. Die Motive: Landschaften, Portraits und Kompositionen.
Im Laufe der Zeit hat Leippert seinen heutigen großzügigen und selbstbewussten, die Farbkraft auskostenden Gestaltungsstil entwickelt, der am besten mit dem Begriff expressiver Realismus benannt wird.
In all seinen Bildern ist das Anliegen ablesbar, die inneren Anschauungen des Künstlers zu einer verallgemeinernden Erfahrung zu erheben. Dies gilt auch für seine Portraits, bei denen es nicht nur um den Wiedererkennungswert geht, sondern um die psychologisierende Darstellung eines Menschen - ein Metier, das Leippert meisterhaft beherrscht.